Grüß Gott…
…aus einem ziemlich sonnigen München. Zumindest ist das Wetter besser als befürchtet. Nachdem sich die Erkältung über Nacht ein wenig gebessert hat, hab ich jetzt einen ziemlich steifen Nacken von der Schlepperei gestern. Aber was solls, ist mir lieber als die Erkältung.
Um zehn am Morgen haben wir uns von Aschaffenburg mit dem Auto auf nach München gemacht. Die Fahrt war lang, aber an sich ziemlich ereignislos, abgesehen von einem Stau und ein paar Autofahrern, die einfach nicht auf die Straße gehören. Was aber auch wieder nichts Neues ist.
Hier fängt gerade der Soundcheck an und Amir und Fu lassen mit dem Einspieler für Technical Difficulties gewaltig das Backstage beben. Und wäre ich anfällig für Stoboskoplichter, müsste ich jetzt definitv die Halle verlassen, denn damit wird ganz und gar nicht gespart. Nachdem Elias eine ganze Weile kräftig sein Schlagzeug verprügelt hat, testet jetzt Ryan seinen Stimmverzerrer für Someday Soon und gleich auch seine Gitarre. Und wo auch das erledigt ist, bekomme ich hier Systeme de Sexe in fast voller Länge präsentiert. Aber irgendwer spielt doch hier etwas anzüglich mit dem weiblichen Gestöhne herum…
Cruel Daze of Summer und Someday Soon geben sich ebenfalls die Ehre. Daniel ist schwer fasziniert von einem Wasserglas, das aufgrund der Vibrationen des Soundchecks tanzen lernt, und das sogar richtig gut!
Im Anschluss an den Soundcheck werden von Elias einige Fotos an seinem Drumkit für ein Magazin aufgenommen. Draußen hält das schöne Wetter leider nicht mehr besonders an und es wird ganz schön kalt. Die Anzahl der Leute, die am Einlass anstehen, wächst trotzdem.
Um 20:30 beginnen Mayfield und können wieder die Leute überzeugen. Dem rhytmischen Kopfnicken des Publikums kann man zumindest entnehmen, dass sie immerhin nicht ganz stillsitzen können. My Passion legen ebenfalls wieder mit voller Power zu, auf der Bühne präsentieren sie definitv viel Energie und animieren die Zuschauer zum Mitmachen.
Und zu guter Letzt hätten wir wieder Julien-K. Bereits gestern habe ich ja schon von Vollgas gesprochen, aber irgendwo haben die Jungs noch einen Gang gefunden und den obendrauf gelegt. Da kommt heute bei jedem Song noch einmal viel mehr Kraft rüber als gestern. Ryan – mit frischem Bühnenstyling – tritt der Krankheit gewaltig in den Allerwertesten und obwohl man gestern schon nicht gemerkt hat, dass er krank ist, heute geht noch mehr. Das Publikum ist meinem Eindruck nach heute auch lebendiger und lässt das auch hören und sehen. Cruel Daze of Summer scheint sich zum Liebling unter den neuen Songs zu machen und dem kann ich nur zustimmen. Der Song geht gewaltig ins Ohr und kommt auch nicht mehr so schnell wieder. Abgesehen davon, dass er live schlicht vor Energie sprüht. Vielleicht einer der besten Songs, den die Jungs je geschrieben haben – das Zeug zum Hit hat er in jedem Fall.
Die Show geht problemlos über die Bühne und beim Signieren am Merchandise-Stand entwickelt sich irgendwie eine kleine Party, die nach draußen verlegt werden muss, denn drinnen möchten die Angestellten der Venue gerne die Schotten dicht machen. Also raus, da gibt es schließlich eine kleine Bar. Wenn da nicht die Kälte wäre. Nächste Verlegung, mit Sack und Pack in einen Raum des Backstagebereichs, wo eine ganze Weile eine Party zwischen Fans, Bands und Crew stattfindet, bevor auch da geräumt werden muss. Mit den guten Kumpels Jack und Daniels geht es zur letzten Station, neben dem Bus. Jede Schwachsinnigkeit, die hier passiert ist, werd ich jetzt nicht erwähnen, nur eines: Sagt nein, wenn Daniel euch einen etwas Kühlendes anbietet, das nach einem Deoroller aussieht
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Irgendwann in der Nacht ruft es dann doch alle in die Federn, in meinem Fall hießen die Federn leider Autositz und Wolldecke. Bei der Saukälte nicht gerade eine großartige Vorstellung. Aber was will man machen. Also am nächsten Rasthof ein Nachtlager aufgeschlagen und circa 200 verschiedene Arten ausprobiert, seinen Körper einigermaßen bequem und warm zu betten. Und dann noch zu schlafen. Nicht ganz einfach, hat aber irgendwann einigermaßen funktioniert. Ein paar Stunden Schlaf waren drin, wenn auch nicht ganz durchgehend. Aber ich bin nicht erfroren, was schonmal die halbe Miete ist.
Schwäbisch Hall kann kommen. Ein Hotel! Richtig schlafen! Nahezu traumhaft.
Bis zum nächsten Mal,
Laura
P.S.: Wie versprochen hier noch eine Lobpreisung an Churchman, der so bereitwillig die Julien-K Germany Flagge aufhängt
P.P.S: Fotos usw werden später eingefügt, versprochen!






























